ROUNDUP: Hamburg und Niedersachsen machen Druck bei Energiewende

Datum: 10.12.19
Uhrzeit: 16:08

HAMBURG (dpa-AFX) - Beim Ausbau der erneuerbaren Energien machen Hamburg und Niedersachsen Druck auf die Bundesregierung. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier müsse (CDU) sehr zeitnah einen konkreten Ausbauplan vorlegen, forderten Bürgermeister Peter Tschentscher und Ministerpräsident Stephan Weil (beide SPD) am Dienstag nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung im Hamburger Rathaus. Die Bundesregierung müsse zudem die Voraussetzungen für einen zügigen Netzausbau, eine angemessene Netzverstärkung und digitales Netzmanagement zu schaffen.

Er erwarte, dass Altmaier bis spätestens Ende März klare und präzise Vorstellungen vorlege, wie der zum Erreichen der Klimaziele notwendige Ausbau der Erneuerbaren erfolgen soll, sagte Weil. Beide Regierungschefs betonten erneut die Bedeutung der Windkraft für die Energiewende und kritisierten den von der großen Koalition beschlossenen Mindestabstand von 1000 Metern für Windkraftanlagen. Es sei "absurd", dass die Windenergiebranche in Zeiten der Klimadebatte so "schwere Rückschläge" erfahre, sagte Weil.

Zur Reduktion der CO2-Emissionen brauche es erneuerbare Energien "in rauen Mengen". Deshalb zähle es zu den wichtigsten Aufgaben des nächsten Jahres, dass die Energiewende neuen Schwung erhalte, sagte Weil. Wenn dies gelinge, werde Norddeutschland mit seiner Windkraft davon profitieren. "Wenn nicht, dann haben wir in ganz Deutschland ein riesiges Problem."

In der von der neuen SPD-Parteiführung aufgeworfenen Frage, ob im Rahmen des Vermittlungsverfahrens zwischen Bundestag und Bundesrat über die steuerlichen Regelungen zum Klimapaket auch über die CO2-Bepreisung gesprochen werden soll, äußerten sich beide zurückhaltend. "Ich möchte, dass wir schnell eine Einigung hinbekommen", sagte Tschentscher.

Auch bei ihm gebe es einen "ausgeprägten Einigungswillen", sagte Weil. "Wir wissen auch, dass es für viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht in erster Linie entscheidend ist, welche Farbe wir vertreten, sondern dass sie den Eindruck haben, dass die Politik an dem Thema arbeitet, das ihnen wichtig ist. Und das ist das Thema Klimaschutz."

Es war die erste gemeinsame Kabinettssitzung der beiden Nachbarländer seit mehr als 29 Jahren. Neben der Energiewende ging es auch um Mobilität, Digitalisierung, den länderübergreifenden Schulbesuch und gemeinsame Forschungskooperationen. Auf allen Feldern wolle man den engen Austausch fortsetzen, betonten beide./fi/DP/stw

Quelle: dpa-AFX
Name Kurs Datum Zeit Handelsplatz
E.ON SE 10,19 EUR 17.01.20 17:35 Xetra
INNOGY SE 43,75 EUR 17.01.20 17:36 Xetra
NORDEX SE 12,53 EUR 17.01.20 17:35 Xetra
RWE AG 30,96 EUR 17.01.20 17:35 Xetra
SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY S.A.. 15,54 EUR 17.01.20 22:26 Tradegate
Zurück zur Übersicht
Hinweis:
Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen. Die S Broker AG & CO. KG unterliegt der Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie erstellt zurzeit keine eigenen Publikationen der vorliegenden Art („Finanzanalysen“), sondern gibt solche lediglich inhaltlich unverändert weiter und hat vor deren Weitergabe durch den Ersteller keinen Zugang zu diesen Publikationen. Es können folgende Interessenkonflikte bei der S Broker AG & Co. KG auftreten:
  • aus dem Besitz einer Netto-Kaufposition oder Netto-Verkaufsposition, die die Schwelle von 0,5% des gesamten emittierten Aktienkapitals des Emittenten überschreitet,
  • aus einer Stellung als Marktmacher („Market Maker“) in den Finanzinstrumenten des Emittenten,
  • aus einer Federführung/Mitführung bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten des Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten,
  • aus einer Vereinbarung mit dem Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen bzw. einer darauf beruhenden Verpflichtung zur Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung,
  • aus einer Vereinbarung mit dem Emittenten über die Erstellung von Finanzanalysen wie der vorliegenden,
  • daraus, dass natürliche Personen, die für die S Broker AG & Co. KG tätig sind und an der Weitergabe der Finanzanalyse beteiligt waren, Anteile des Emittenten vor ihrer öffentlichen Emission erhalten bzw. erworben haben könnten,
  • daraus, dass die Vergütung von Personen, die an der Weitergabe von Finanzanalysen wie der vorliegenden beteiligt waren, unmittelbar an Geschäfte bei Wertpapierdienstleistungen oder anderweitige Geschäfte, die von der S Broker AG & Co. KG selbst abgewickelt werden, gebunden sein könnte.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne Einzelheiten zu den vorgenannten etwaigen Interessenkonflikten zur Verfügung. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellung zu möglichen Interessenkonflikten in der "Informationen über das Finanzinstitut, seine Dienstleistungen und zum Wertpapiergeschäft" unter AGB.

Diese Meldung an Freunde versenden:
E-Mail-Adresse des Empfängers: E-Mail-Adresse des Absenders:
Name des Empfängers (optional): Name des Absenders (optional):
Zusatztext (optional):