ROUNDUP: Jenoptik kappt nach Gewinnrückgang die Umsatzprognose - Aktie legt zu

Datum: 08.08.19
Uhrzeit: 10:53

JENA (dpa-AFX) - Höhere Entwicklungskosten haben beim Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik auch im zweiten Quartal auf die Ergebnisse gedrückt. Weil auch das Geschäft mit der Autobranche nicht rundläuft, kappte Vorstandschef Stefan Traeger am Donnerstag seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr. So halte sich die Autoindustrie mit Investitionen weiter zurück, teilte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen in Jena mit. Besser lief zuletzt hingegen das Geschäft mit der Halbleiterindustrie.

Die Jenoptik-Aktie legte am Vormittag ungeachtet der gesenkten Prognose kräftig zu. Zuletzt lag sie mit 4,31 Prozent im Plus bei 25,40 Euro und war damit einer der stärksten Werte im SDax . Das Papier hatte zuletzt allerdings auch deutlich an Wert verloren.

Für 2019 kalkuliert Jenoptik-Chef Traeger jetzt nur noch mit einem Umsatz von 850 bis 860 Millionen Euro. Das wäre ein Anstieg von höchstens drei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 834,6 Millionen Euro. Zuvor hatte die Konzernspitze ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich auf dem Zettel. Auch Analysten hatten mit einer etwas höheren Umsatzprognose gerechnet. Die operative Marge (Ebitda-Marge) soll jetzt bei rund 15,5 Prozent liegen - das ist der untere Bereich der bisherigen Zielspanne.

Im zweiten Quartal wuchsen die Erlöse im Jahresvergleich um 2,2 Prozent auf gut 199 Millionen Euro. Im Vergleich ersten Jahresviertel betrug der Zuwachs mehr als acht Prozent. Besser lief es für Jenoptik im Geschäft mit der Automatisierung. Negativ wirkten sich die deutschen Exportbeschränkungen im Rüstungsgeschäft aus. Zudem hatte die Auslieferung von Mautkontrollsäulen ein Jahr zuvor zu einem starken Wachstum geführt.

Wegen höherer Kosten und Investitionen in Forschung und Entwicklung ging das operative Ergebnis (Ebit) um knapp zwölf Prozent auf 19,4 Millionen Euro zurück. Nach Steuern brach der Gewinn um gut ein Fünftel auf 14 Millionen Euro ein. Beim Auftragseingang verzeichnete Jenoptik einen Rückgang von acht Prozent auf gut 182 Millionen Euro. Vor allem im Militärtechnik-Geschäft erhielt das Unternehmen deutlich weniger Aufträge. Von diesem Bereich und damit etwa einem Fünftel des Konzernumsatzes will sich Jenoptik trennen.

Erst jüngst hatte das Management angekündigt, den Verkaufsprozess von Vincorion zu starten. In dem Geschäftsbereich hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr die Fertigung von Wehrtechnik - dazu gehören Komponenten für Schützenpanzer und Kampfjets - sowie den Mechatronik-Bereich zusammengefasst. Der Vorstand hatte bereits seit einiger Zeit signalisiert, dass er eine Trennung von der Wehrtechnik nicht ausschließe./mne/stw/zb

Quelle: dpa-AFX
Name Kurs Datum Zeit Handelsplatz
JENOPTIK n.v. n.v. n.v.
JENOPTIK AG 25,56 EUR 21.02.20 17:35 Xetra
Zurück zur Übersicht
Hinweis:
Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen. Die S Broker AG & CO. KG unterliegt der Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie erstellt zurzeit keine eigenen Publikationen der vorliegenden Art („Finanzanalysen“), sondern gibt solche lediglich inhaltlich unverändert weiter und hat vor deren Weitergabe durch den Ersteller keinen Zugang zu diesen Publikationen. Es können folgende Interessenkonflikte bei der S Broker AG & Co. KG auftreten:
  • aus dem Besitz einer Netto-Kaufposition oder Netto-Verkaufsposition, die die Schwelle von 0,5% des gesamten emittierten Aktienkapitals des Emittenten überschreitet,
  • aus einer Stellung als Marktmacher („Market Maker“) in den Finanzinstrumenten des Emittenten,
  • aus einer Federführung/Mitführung bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten des Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten,
  • aus einer Vereinbarung mit dem Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen bzw. einer darauf beruhenden Verpflichtung zur Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung,
  • aus einer Vereinbarung mit dem Emittenten über die Erstellung von Finanzanalysen wie der vorliegenden,
  • daraus, dass natürliche Personen, die für die S Broker AG & Co. KG tätig sind und an der Weitergabe der Finanzanalyse beteiligt waren, Anteile des Emittenten vor ihrer öffentlichen Emission erhalten bzw. erworben haben könnten,
  • daraus, dass die Vergütung von Personen, die an der Weitergabe von Finanzanalysen wie der vorliegenden beteiligt waren, unmittelbar an Geschäfte bei Wertpapierdienstleistungen oder anderweitige Geschäfte, die von der S Broker AG & Co. KG selbst abgewickelt werden, gebunden sein könnte.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne Einzelheiten zu den vorgenannten etwaigen Interessenkonflikten zur Verfügung. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellung zu möglichen Interessenkonflikten in der "Informationen über das Finanzinstitut, seine Dienstleistungen und zum Wertpapiergeschäft" unter AGB.

Diese Meldung an Freunde versenden:
E-Mail-Adresse des Empfängers: E-Mail-Adresse des Absenders:
Name des Empfängers (optional): Name des Absenders (optional):
Zusatztext (optional):