ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Fed-Aussagen drücken US-Börsen ins Minus

Datum: 01.05.19
Uhrzeit: 22:44

NEW YORK (dpa-AFX) - Aussagen von Notenbankpräsident Gerome Powell zur Inflationsentwicklung haben am Mittwoch Hoffnungen auf eine mögliche Leitzinssenkung in diesem Jahr konterkariert. Die US-Börsen drehten daraufhin in die Verlustzone. Der US-Dollar legte deutlich zu und am Rentenmarkt stiegen die Renditen. Im frühen Geschäft noch hatte der marktbreite S&P 500 bei rund 2954 Punkten ein Rekordhoch erklommen. Unter anderem hatte ein überraschend positiv ausgefallener Quartalsbericht von Apple für gute Stimmung gesorgt.

Der Dow Jones Industrial beendete den Handel knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. Er gab um 0,61 Prozent auf 26 430,14 Punkte nach. Der S&P 500 büßte 0,75 Prozent auf 2923,73 Punkte ein. Der Nasdaq 100 verlor 0,38 Prozent auf 7751,85 Punkte.

"Die Fed hat einmal mehr ihre Geduld bezüglich weiterer Anpassungen der Zinsen betont", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann bei QC Partners in Frankfurt. Das mache die Geldpolitik planbar. Allerdings erwartet er, dass die US-Notenbank es tunlichst vermeiden wird, mit etwaigen raschen Zinssenkungen der fortwährenden Kritik des US-Präsidenten Donald Trump nachzugeben. Dieser hatte erst am Dienstag entsprechendes gefordert.

Die im frühen Handel veröffentlichten, gemischt ausgefallenen Wirtschaftsdaten hatten letztlich kaum Auswirkungen. Die Beschäftigung in der Privatwirtschaft im April überraschte mit dem stärksten Zuwachs seit Juli 2018. Diese Zahlen gelten als Indikation für den monatlichen Arbeitsmarkt der US-Regierung, der am Freitag ansteht. Die Stimmung in der US-Industrie war dagegen überraschend auf den tiefsten Stand seit Oktober 2016 gesackt. Der Gesamtindex liegt allerdings weiter über der Schwelle von 50 Punkten, was auf eine wachsende Industrieproduktion hindeutet.

Unter den Einzelwerten standen vor allem die Anteile von Apple im Blick, die an der Dow-Spitze um knapp 5 Prozent stiegen und wieder den höchsten Stand seit Anfang November erreichten. Auf den Schreck im Weihnachtsgeschäft des iPhone-Herstellers folgte nun die Erleichterung. Die Lage habe sich inzwischen wieder deutlich gebessert, hatte Apple-Chef Tim Cook am Vorabend nach Börsenschluss gesagt. Zwar war der iPhone-Umsatz im Jahresvergleich weiter gesunken, aber weniger als Analysten erwartet hatten. Sowohl Umsatz als auch Gewinn je Aktie hätten positiv überrascht, schrieb etwa Matthew Cabral von der Credit Suisse.

An der Nasdaq wandelten sich dagegen die frühen Gewinne der AMD-Aktie in Verluste. Mit einem Abschlag von knapp 3 Prozent gingen sie nach den vorlegten Quartalszahlen aus dem Handel. Der Chiphersteller hatten mit seinem Umsatz den Erwartungen am Markt entsprochen und einen zuversichtlichen Ausblick gegeben.

Um 1,8 Prozent abwärts ging es nach Quartalszahlen für die Papiere des weltweit größten Biotech-Unternehmens Amgen . Am Markt wurde vor allem der Ausblick moniert, denn Amgen hatte nur das untere Ende seiner Ergebnis- und Umsatzziele etwas nach oben angepasst.

Die Anteilscheine des Arbeitsmarktdienstleisters ADP , von dem die Beschäftigungsdaten aus der Privatwirtschaft stammen, büßten etwas mehr als 4 Prozent ein. Zwar war der Quartalsbericht des Unternehmens stark ausgefallen, doch die Aktien hatten erst vor wenigen Tagen ein Rekordhoch erreicht. Anleger nahmen die guten Zahlen offenbar nun zum Anlass, Gewinne einzustreichen.

Schwache US-Absatzzahlen im April belasteten die des Autobauers Fiat Chrysler . Sie gaben um 2 Prozent nach.

Am US-Rentenmarkt sanken richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 2/32 Punkte auf 100 31/32 Punkte und rentierten mit 2,509 Prozent. Der Kurs des Euro geriet im US-Handel spürbar unter Druck und fiel wieder unter die Marke von 1,12 US-Dollar. Zum Handelsschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1190 Dollar. Wegen des Feiertages wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) kein Referenzkurs festgelegt. Tags zuvor war er auf 1,1218 (Montag: 1,1150) Dollar festgesetzt worden./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Quelle: dpa-AFX
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