Devisen: Eurokurs gibt etwas nach

Datum: 14.01.20
Uhrzeit: 16:49

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Daten zur Preisentwicklung in den USA konnten dem Handel keine neue Richtung geben. Im Dezember stieg die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt auf 2,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit etwa einem Jahr. Nach Einschätzung des Experten Bernd Krampen von der NordLB sei unter anderem ein deutlicher Anstieg der Energiepreise für die höhere Inflation verantwortlich. In den Wintermonaten sei mit einem weiteren Anstieg der Teuerung zu rechnen, bevor sich die Inflation im Frühjahr wieder bis an die Zielmarke der US-Notenbank Fed von zwei Prozent abschwächen dürfte.

"Diese zu erwartenden Preistendenzen sollten zunächst unproblematisch für die US-Notenbanker sein", sagte Krampen. Darüber hinaus habe die amerikanische Notenbank die Bedeutung der aktuellen Konjunkturschwäche in den USA deutlich höher gehängt. Die an diesem Mittwoch erwartete Unterzeichnung eines Teilabkommens zwischen den USA und China "könnte das Schreckgespenst Handelskrieg vertreiben". "Insofern sollte die Fed jetzt erstmal weiter abwarten und jüngste Zinssenkungen wirken lassen", sagte der NordLB-Experte.

Kursgewinne verzeichnete dagegen der Yuan. Die Währung Chinas profitierte von der Entscheidung der US-Regierung, die Volksrepublik nicht mehr als Währungsmanipulator zu brandmarken. Für Auftrieb sorgten auch solide Außenhandelsdaten aus China für den Monat Dezember. Zum US-Dollar stieg der Yuan auf den höchsten Stand seit vergangenen Sommer.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85618 (0,85760) britische Pfund, 122,32 (122,25) japanische Yen und 1,0767 (1,0811) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1543 Dollar gehandelt. Das waren etwa fünf Dollar weniger als am Vortag./jkr/jsl/jha/

Quelle: dpa-AFX
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