Aktien Europa: Leichte Verluste - AB Inbev und Kering stark bewegt

Datum: 25.10.19
Uhrzeit: 11:59

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat am Freitag seinen jüngsten Gewinnen etwas Tribut gezollt. Nachdem der Leitindex der Eurozone am Donnerstag noch von erfreulichen Quartalsberichten profitiert und ein Jahreshoch nur knapp verpasst hatte, fiel das Börsenbarometer nun bis zum späten Vormittag um 0,44 Prozent auf 3605,59 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Plus von knapp ein Prozent an.

Der französische Cac 40 gab am Freitag um 0,16 Prozent 5675,14 Zähler nach. Für den britischen Leitindex FTSE 100 ("Footsie") ging es um 0,34 Prozent auf 7303,25 Punkte nach unten.

Derweil hielt die Berichtssaison der Unternehmen die Anleger auch zum Wochenschluss auf Trab. Dabei kam es im EuroStoxx zu sehr starken Kursbewegungen bei den Aktien von Kering und AB Inbev .

Der weltgrößte Bierbrauer dämpfte wegen der hohen Rohstoffkosten und des starken Dollar die Erwartungen für 2019. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen rechnet der Brauer bekannter Marken wie Beck's, Budweiser, Corona und Stella Artois im laufenden Jahr jetzt nur noch mit einem moderaten Plus. Damit sackten die AB Inbev-Aktien mit einem Minus von 9,52 Prozent an das Index-Ende. Der Kursrutsch belastete auch die gesamte Branche , die mit einem Abschlag von 1,67 Prozent den letzten Platz in der europäischen Sektorübersicht einnahm.

Kering aber ließ die Anleger jubeln: Der Luxusgüterkonzern hatte mit seinen Umsatzzahlen für das dritte Quartal positiv überrascht, so dass die Papiere an der EuroStoxx-Spitze um rund 9 Prozent anzogen. Die Stabilisierung der Marke Gucci dürfte zu einer Neubewertung des Unternehmens führen, schrieb Analystin Zuzanna Pusz von der Schweizer Großbank UBS. Dank des Kurssprungs bei Kering hatte die Einzelhandelsbranche mit plus 0,60 Prozent auch europaweit die Nase vorn.

Das französische Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini hingegen rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Umsatz am unteren Ende der zuvor avisierten Spanne. Grund dafür sei die erwartete Abschwächung der Wirtschaft, hieß es. Die Anteilsscheine sackten daraufhin am Cac-40-Ende um fast 7 Prozent ab.

Grund zur Freude aber hatten die Aktionäre von Michelin : Der Reifenhersteller hält trotz eines pessimistischeren Blicks auf die Branche an seiner Jahresprognose fest. Damit zogen die Anteilsscheine in Paris um gut 3 Prozent an.

In Zürich stiegen die Aktien von LafargeHolcim um rund 2 Prozent. Der Baustoffkonzern profitierte von einem anhaltenden Bauboom in Europa und Nordamerika.

Der weltgrößte Werbekonzern WPP habe im dritten Quartal "weit besser als erwartet" abgeschnitten, urteilten die Analysten der Privatbank Berenberg. Die Anleger reagierten auch begeistert und die Aktien kletterten an der "Footsie"-Spitze um fast 7 Prozent nach oben.

Rund 2 Prozent gewannen in London die Papiere von Barclays . Die britische Großbank trotzte den Widrigkeiten wie der weltweiten Konjunkturschwäche, den Brexit-Unsicherheiten sowie den niedrigen Zinsen./la/jha/

Quelle: dpa-AFX
Name Kurs Datum Zeit Handelsplatz
BARCLAYS BANK PLC 2,22 USD 09.12.19 21:49 FINRA other OTC..
CAP GEMINI S.A. 106,30 EUR 09.12.19 17:35 Euronext Paris
CIE GÉNLE ÉTS MICHELIN SCPA 108,05 EUR 09.12.19 17:35 Euronext Paris
KERING S.A. 544,10 EUR 09.12.19 17:36 Euronext Paris
LAFARGEHOLCIM LTD 47,27 EUR 09.12.19 17:35 Euronext Paris
WPP PLC 11,49 EUR 09.12.19 22:26 Tradegate
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