ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt nach jüngstem Kursrutsch wieder zu

Datum: 10.05.19
Uhrzeit: 10:12

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitag etwas von seinem jüngsten Rückschlag erholt. Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel wieder um 1,00 Prozent auf 12 093,73 Punkte.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt bleibt das bestimmende Thema an der Börse. Die Furcht vor einer Zuspitzung des Konflikts hatte den Dax am Montag, am Dienstag und auch am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt. Damit kam das Börsenbarometer bereits knapp 3 Prozent von seinem am Freitag letzter Woche erreichten, höchsten Niveau seit September zurück.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann an diesem Freitag 1,25 Prozent auf 25 540,36 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte etwas weniger deutlich zu.

Derweil haben die USA trotz der laufenden Verhandlungen die Sonderzölle auf Einfuhren aus dem Reich der Mitte in der Nacht mehr als verdoppelt. China kündigte unmittelbar danach "notwendige Gegenmaßnahmen" an.

Trotz der Eskalation des seit Monaten andauernden Handelskrieges zwischen den zwei größten Volkswirtschaften wollen beide Seiten ihre zweitägigen Verhandlungen in Washington am Freitag fortsetzen. "Die Hoffnung auf eine Einigung in letzter Minute ist noch nicht gestorben, auch wenn technisch die höheren Strafzölle an diesem Morgen in Kraft getreten sind", sagte Jochen Stanzl, Analyst beim Handelshaus CMC Markets.

Im Dax sicherten sich die Aktien von Thyssenkrupp mit einem Plus von knapp neun Prozent den ersten Platz. Grund für den Kurssprung war ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über ein Scheitern der geplanten Zusammenlegung der Stahlsparte mit Tata Steel. Der Konzern erwäge deshalb einen Börsengang der Aufzugsparte. Dies hatten Investoren zuletzt immer wieder gefordert.

Ansonsten ging die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. So startete die Deutsche Post dank des Verkaufs ihrer Lieferketten-Logistik in China mit einem Gewinnsprung ins Jahr. Allerdings könnte Investoren die schwächere Entwicklung der freien Barmittel etwas Sorgen bereiten, schrieb Analyst Christian Obst von der Baader Bank. Die Aktien büßten anfängliche Gewinne ein und lagen zuletzt mehr als 1 Prozent im Minus.

Beim IT-Dienstleister Bechtle laufen die Geschäfte weiter rund. Zudem übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Experten. Die Anteilsscheine schnellten zuletzt um fast 7 Prozent auf 97,80 Euro hoch - so teuer waren die Papiere noch nie. An der MDax-Spitze zogen die Papiere von Gea um fast 8 Prozent an. Der Maschinenbauer veröffentlichte Details zu seinen Umbauplänen und bestätigte seine Prognose.

Darüber hinaus litten die Aktien von Xing unter einem negativen Analystenkommentar. Die Privatbank Berenberg hatte die Papiere zum Verkauf empfohlen. Auch wenn das Karriere-Netzwerk extrem gut positioniert sei, um von den strukturellen Veränderungen in der Personalsuche-Branche zu profitieren, schwäche sich das Wachstum ab, schrieb Analystin Sarah Simon. Zudem erscheine die jüngste Akquisition zum einen teuer und zum anderen rücke Xing damit von seiner Kernkompetenz ab. Die Papiere fielen um mehr als 2 Prozent.

Schließlich werden angesichts der laufenden Hauptversammlungs-Saison einige Aktien mit Dividendenabschlag gehandelt. Dazu zählen die Papiere des Sportartikelherstellers Adidas und des Baustoffkonzerns HeidelbergCement ./la/zb

Quelle: dpa-AFX
Zurück zur Übersicht
Hinweis:
Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen. Die S Broker AG & CO. KG unterliegt der Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie erstellt zurzeit keine eigenen Publikationen der vorliegenden Art („Finanzanalysen“), sondern gibt solche lediglich inhaltlich unverändert weiter und hat vor deren Weitergabe durch den Ersteller keinen Zugang zu diesen Publikationen. Es können folgende Interessenkonflikte bei der S Broker AG & Co. KG auftreten:
  • aus dem Besitz einer Netto-Kaufposition oder Netto-Verkaufsposition, die die Schwelle von 0,5% des gesamten emittierten Aktienkapitals des Emittenten überschreitet,
  • aus einer Stellung als Marktmacher („Market Maker“) in den Finanzinstrumenten des Emittenten,
  • aus einer Federführung/Mitführung bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten des Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten,
  • aus einer Vereinbarung mit dem Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen bzw. einer darauf beruhenden Verpflichtung zur Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung,
  • aus einer Vereinbarung mit dem Emittenten über die Erstellung von Finanzanalysen wie der vorliegenden,
  • daraus, dass natürliche Personen, die für die S Broker AG & Co. KG tätig sind und an der Weitergabe der Finanzanalyse beteiligt waren, Anteile des Emittenten vor ihrer öffentlichen Emission erhalten bzw. erworben haben könnten,
  • daraus, dass die Vergütung von Personen, die an der Weitergabe von Finanzanalysen wie der vorliegenden beteiligt waren, unmittelbar an Geschäfte bei Wertpapierdienstleistungen oder anderweitige Geschäfte, die von der S Broker AG & Co. KG selbst abgewickelt werden, gebunden sein könnte.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne Einzelheiten zu den vorgenannten etwaigen Interessenkonflikten zur Verfügung. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellung zu möglichen Interessenkonflikten in der "Informationen über das Finanzinstitut, seine Dienstleistungen und zum Wertpapiergeschäft" unter AGB.

Diese Meldung an Freunde versenden:
E-Mail-Adresse des Empfängers: E-Mail-Adresse des Absenders:
Name des Empfängers (optional): Name des Absenders (optional):
Zusatztext (optional):